November 07, 2017

Transformation

oder das Wie und Warum des Scheiterns

Betriebliche Veränderungen beginnen oftmals mit einem oder mehreren gefühlten "Pains"! Seinen es fehlschlagende Projekte aufgrund unklarer, unsicherer Anforderungen und Lösungen, oder schleppende Anpassung an sich rasch verändernde Marktbedingungen, oder verpasste Innovationschancen oder oder oder. Um Zukunftsfähig zu bleiben, muss sich irgendetwas ändern. Nur Was? Was tun? Ein scheeler Seitenblick zur Konkurrenz, ein Gespräch am Unternehmerstammtisch, Durchforsten des Internets? Egal was man wählt, es schlagen immer wieder die Worte Transformation, Organisationsentwicklung, Agilität, Flexibilität usw. auf. Nur was bedeutet das für ein Unternehmen?

Kulturelle Unterschiede in Organisationen

HIERARCHIEN

Ja, es gibt sie noch. Die Kultur in diesen Unternehmen wird geprägt duch: Macht eines Eínzelnen oder einer kleinen Gruppe, dem Willen, immer zu Gewinnen, aber auch dem der Respekt vor den Leistungen anderer auch “Helden-Verehrung”genannt, Unabhängigkeit, Durchsetzen, die Ehre im “altmodischen” Sinne, Prinzipientreue etwas überspitzt: bis in den Tod) und natürlich dem Geld.

Matrixorganisationen

auch gern als funktionale Organisation oder auch divisionale Organisation genannt. Die Kultur in dieser Unternehmensorganisation wird geprägt duch: Ordnung, Struktur, Regeln, Gerechtigkeit durch allgemein gültige Regeln und Gesetze, Tradition, Sicherheit durch die Institution, Loyalität, Disziplin im Sinne der Einhaltung bzw. Befolgung von Regeln. Es ist die in Deutschland am häufigsten anzutreffende Kultur in Unternehmen.

Diese Organisationsformen haben sehr lange funktioniert, werden auch weiterhin funktionieren, aber die Gefahr des „Abgehängtwerdens“ vergrößert sich exponentiell.

Ehe Sie also eine Agile Transformation beginnen, müssen Sie sich Klarheit über Ihre Organisation und die darin tätigen Menschen verschaffen. Fragen Sie sich: Muss das Unternehmen oder ein Bereich überhaupt agil werden? (wobei die Transformation nur für einen Bereich quasi zum Scheitern per se verurteilt ist). Erfordern die zukünftigen Marktbedingungen agile Vorgehensweisen? Werden Ihre Projekte und/oder Produkte immer komplexer? Ändern sich die Kundenanforderungen in kurzen Abständen? Sind die personellen Voraussetzungen für die Transforamtion überhaupt im Unternehmen vorhanden? Damit meine ich vor allem die Bereitschaft Aller, vom "einfachen" Mitarbeiter bis zum Entscheider. Lachen Sie jetzt nicht über den Satz. Und ohne die Arbeit minder bewerten zu wollen, es gibt Unternehmen im Facility- und Gebäudereinigungsmarkt, die ihre Mitarbeiter agil arbeiten lassen. Ist die heutige Organisationsform anschlussfähig an eine agile Organisation oder erfordert sie zuviel Ressourcen, die vom Kerngeschäft ablenken? Ist der Abstand der bisherigen Organisationsform zu groß und erfordert zunächst einen oder mehrere Zwischenschritte der Organisationsentwicklung?

Sie merken schon, die Entscheidungsafindung ist mehr als komplex. 

Schauen wir auf agile Formen

Die Werte, die für agile Transformationen stehen und die Kultur, die gelebt wird können mit folgenden Punkten sinnhaft wiedergegeben werden. Zum Einen hätten wir das schrittweise Herantasten und interative Hinterfragen an die Lösung komplexer Aufgaben. Dann naturlich die Selbstverantwortung: Einerseits im Sinne einer persönlichen Gesamtverantwortung für die Aufgaben, die übernommen werden. Und andererseits als verpflichtende Verantwortung für das Arbeitsergebnis meines Teams. EIn Fingerpointing gibt es nicht mehr. Ein sehr sehr wichtigger Punkt ist die Kundenorientierung, die sich in der andauernden und engen Einbindung der Kunden mit ihren Wünschen, Bedürfnisse und Anforderungen in die eigenen Überlegungen und Aktivitäten äußert. Projekte werden ergebnisorientiert, im Sinne der Konzentration auf das Wesentliche statt der Erfüllung wenig sinnvoller Pflichten, z.B. Berichtspflichten. Die fachliche Exzellenz, die sich vor allem auf die Kompetenzen jedes Einzelnen bezieht. Eine wirkliche Wertschätzung und Fairness als Erfahrung in der täglichen Zusammenarbeit mit Kollegen und Kunden. Eine Kommunikation, die aktiv, offen und umfassend geschieht. Hierzu gehört auch der bewusste und konstruktive Umgang mit Konflikten, die als Chancen für bessere Lösungen gesehen werden. eine Etablierung einer Fehlerkultur, denn gesunde und auf Vertrauen basierende zwischenmenschliche Beziehungen sind Erfolgsfaktoren der Teamarbeit. Viele Menschen sind immer noch der Meinung, dass Fehler einen Makel darstellen, aber ich frage sie, als Sie Fahrradfahren gelernt haben, sind sie sofort losgeradelt? Als sie in der Schule das kleine 1x1 gelernt haben, konnten sie es von Anfang an perfekt? Nein, denn NUR aus Fehlern können wir Lehren für die Zukunft ziehen. Lassen Sie also Fehler zu! Nicht zu vergessen ist auch die Flexibilität und die Veränderung im Sinne einer Lust auf Neues und Freude an der Innovation.

Warm es oftmals scheitert

ein paar Gründe für das Scheitern der Transformation habe ich im Teil "Umsetzung" beschrieben
Umsetzung